Den Ehemann erfunden? Interview mit Ruth Hanke

Im Blauen Kurier KW12 2016 erschien ein Interview mit Ruth, welches hier netterweise ebenso veröffentlicht werden darf:

Ruth Hanke im Interview
Blauer Kurier (BK): Liebe Ruth Hanke, Sie sind Schriftstellerin und haben sich in Franken einen Namen gemacht. Seit einem Jahr veröffentlichen Sie bei uns. Was bewegt Sie, mit dem „Blauen Kurier“ zusammenzuarbeiten?

Der „Blaue Kurier“ bietet eine bunte Vielfalt, hat eine verwegene Aktualität, ist regional stark aufgestellt. In ihm findet man quasi alle Bereiche des menschlichen Lebens. Dabei ist er politisch neutral, doch lebensnah. Das gefällt mir.

BK: Woher nehmen Sie den Stoff für Ihre Geschichten?

Es ist das zwischenmenschliche Miteinander im weitesten Sinne, was mich inspiriert. Die Freundschaften, die Familie, die Kinder. Aber nicht nur die eigenen. Wir hatten immer „Freundeskinder“ mit am Tisch sitzen. Da habe ich reichlich Anregungen sammeln können, bis heute übrigens.

 

BK: In Ihren Geschichten geht es oft turbulent zu. Dabei verschonen Sie auch nicht Ehemann Randolf mit humorigen Enthüllungen. Hängt da nicht manchmal der Haussegen schief? Schließlich ist Randolf Hanke in der Öffentlichkeit kein Unbekannter, sondern der sehr angesehene Chef des Fürther Fraunhofer Institutsbereichs EZRT sowie Professor an der Universität Würzburg und und und…!

Nein, das ist kein Problem zwischen uns, denn wir haben einen ganz ähnlichen Humor. Mein Mann unterstützt mich sehr. Er sagt mir seine Meinung – ich lese ihm ja meine Texte immer zuerst vor – und findet sich nicht schlecht dargestellt. Dafür hat er genügend Selbstbewusstsein. Ich wundere mich immer wenn Leute zu mir sagen: „Ihren Ehemann, den haben Sie aber so erfunden.“ Dann muss ich lachen. Ich habe viel Phantasie und denke mir auch gerne was aus, aber den Randolf, den kann man nicht erfinden.

BK: Mit dem ersten ihrer drei Kinder haben Sie sich ganz für die Familie entschieden. Haben Sie da auch mit dem Schreiben angefangen?

Ganz so war es nicht. Ich bin Grafikerin von Beruf und habe einige Jahre gearbeitet bis dann die Kinder kamen. Geschrieben habe ich schon vorher, aber ich muss sagen, jedes Kind hat bei mir eine besonders kreative Phase ausgelöst. Morgens von 4 bis 6 habe ich geschrieben und dann immer wieder über den Tag verteilt. Das hat sich wunderbar ergänzt: Ich hatte mein Eigenes, aber ich war da für mein Kind.

BK: Zwei Bücher haben Sie bereits geschrieben. Wann kommt das dritte?

Bald, ich plane eins mit neuen Glossen, Kurzgeschichten und Gedichten. Bisher habe ich Gedichte nur im „Blauen Kurier“ publiziert.

BK: Sie machen auch gerne Lesungen. Wann können wir Sie wieder live erleben?

Es ist Verschiedenes angedacht. Das können Sie demnächst im „Blauen Kurier“ und auf ruth-hanke.de erfahren.

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