GEDICHT: Warum ich schreibe
Weil man sich auf sich selbst besinnt,
an Tiefe und an Sinn gewinnt,
den Weg zu sich, den Weg zur Welt
und den, der ihn zusammenhält,
geht, im Erlebten zu verweilen
und dieses andern mitzuteilen,
ist Risiko, Freude und Lohn,
auch Arbeit – doch was macht das schon?
Schreiben ist Stimmung, Poesie,
die Märchenwelt der Phantasie.
Schreiben sind Zweifel, die nicht weichen,
Grammatik, Satzbau, Fragezeichen,
auch Engagement und Widerstand,
ist Wagemut in Herz und Hand.
Schreiben ist potenziertes Leben,
die Möglichkeit, die mir gegeben,
glücklich zu sein, glücklich zu machen,
ist Schreck, Vulkanausbruch und Lachen,
wahrhaftig sein – darauf kommt´s an
und weil ich auch nicht anders kann.